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Divly im Test 2026

Divly aus Stockholm ist der Premium-Spezialist im DACH-Vergleich: deutlich höhere Preise als der Wettbewerb, dafür inklusive Steuerexperten-Review und Video-Konsultation in den höheren Tiers. Skandinavien-stark, DACH-fokussiert nur auf Deutschland.

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Alle Daten sind nach bestem Wissen recherchiert — Stand Mai 2026. Verbindlich sind ausschließlich die offiziellen Anbieter-T&Cs sowie relevante BMF-Schreiben (10.05.2022 zu virtuellen Währungen, 06.03.2025 zu Mitwirkungspflichten/Beweislast).
Unser Verdict: Wer sich vor der Abgabe einen menschlichen Experten-Blick auf seine Krypto-Steuer wünscht und das Budget hat, findet bei Divly ein sinnvolles Concierge-Modell. Für preissensitive Nutzer oder österreichische und Schweizer Steuerpflichtige weniger geeignet.

Pro und Contra im Überblick

Pro

  • Einzigartiges Premium-Konzept mit Steuerexperten-Review und Video-Konsultation
  • Professionelles deutsches Interface mit Anlage SO Export
  • Hochpreis-Positionierung passt für vermögende Hodler mit Wunsch nach menschlicher Absicherung

Contra

  • Mit 399 € Einstieg deutlich teurer als alle Wettbewerber
  • Keine E1-KV (Österreich) und kein CH-Report — DE-only im DACH-Raum
  • Kleine Trustpilot-Basis (159 Reviews) erschwert die Einschätzung

Im Überblick

Divly wurde 2021 in Stockholm gegründet und ist damit einer der jüngeren Anbieter im Vergleich. Ursprünglich auf Skandinavien (Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland) fokussiert, hat das Tool seine Lokalisierung 2023 und 2024 schrittweise auf Deutschland, die Niederlande und Großbritannien erweitert.

Der USP ist das Premium-Concierge-Modell: Statt nur eine Software zu verkaufen, bietet Divly in den höheren Tiers eine manuelle Transaktions-Review durch Steuerexperten und sogar Video-Konsultationen für die Steuererklärungs-Einreichung. Damit positioniert sich Divly nicht als Software-Tool im klassischen Sinne, sondern als Hybrid aus Tool und Dienstleistung.

Trustpilot listet Divly (Stand Mai 2026, aggregiert) bei rund 4,6 mit etwa 159 Reviews — die Reviewer-Basis ist klein, was eine belastbare Einschätzung erschwert. Im DACH-Raum ist Divly bisher vor allem als Premium-Alternative zu Blockpit für vermögende Privatkunden positioniert.

DACH-Eignung: DE / AT / CH

🇩🇪 Deutschland. Divly liefert einen Anlage-SO-Export nach den BMF-Vorgaben (Schreiben vom 10.05.2022 und 06.03.2025). FIFO ist als Standard für §23 EStG hinterlegt, zusätzlich gibt es LIFO und ACB. Die Halteperioden-Regel von einem Jahr und die Reklassifizierung von Staking-Erträgen sind sauber implementiert. Stärke des Tools im DE-Markt: in den Peace-of-Mind- und Full-Service-Tiers prüft ein Steuerexperte den Report manuell — das ist im Wettbewerb so nicht zu bekommen.

🇦🇹 Österreich. Kein E1-KV-Export. Für den Sondertarif von 27,5 % nach §27b EStG ist Divly aktuell nicht geeignet. Wer in Österreich steuerpflichtig ist, sollte zu Blockpit oder CoinTracking greifen.

🇨🇭 Schweiz. Kein nativer CH-Steuerreport. Vermögenssteuer-Bestandsmeldung zum 31.12. nach Art. 16 Abs. 3 DBG und ESTV-Kreisschreiben Nr. 36 werden nicht abgedeckt. Schweizer Investoren finden hier keinen sinnvollen Pfad — die Empfehlung geht zu Blockpit.

Preise und Pakete

Divly hat das eindeutig teuerste Pricing-Modell im Vergleich. Es gibt nur drei Paid-Tiers, alle mit demselben Transaktionslimit (100.000), aber unterschiedlichem Service-Level.

TierPreis/JahrTransaktionenGeeignet für
Free0 €bis 25.000 (nur Tracking)Portfolio-Tracking ohne Report
Essential399 €bis 100.000Selbst-Service mit unlimitierten Revisionen
Peace of Mind699 €bis 100.000Manuelle Experten-Review der Transaktionen
Full Service899 €bis 100.0001-on-1 Video-Konsultation, geführte Einreichung

Der Einstieg bei 399 € ist etwa achtmal so teuer wie der Blockpit-Small-Tier — das Tool richtet sich erkennbar nicht an preissensitive HODLer, sondern an vermögende Privatkunden mit Wunsch nach menschlicher Absicherung. Der Free-Tarif erlaubt bis zu 25.000 Transaktionen, aber nur fürs Portfolio-Tracking; ohne Paid-Tier kein Report-Download.

Features, Methoden, Integrationen

Bewertungsmethoden: FIFO, LIFO und ACB. Damit reicht das Spektrum für DACH (FIFO) und Kanada (ACB), gegenüber CoinTracking (9 Methoden) ist die Auswahl aber spürbar enger.

Integrationen: rund 300 Exchange-Anbindungen. Die genaue Zahl der Wallet- und Blockchain-Anbindungen wird vom Anbieter nicht öffentlich kommuniziert — k.A. ist hier der ehrlichste Stand. Wer auf sehr exotischen Chains oder neuen DEXes aktiv ist, sollte vor dem Kauf die Coverage-Liste prüfen.

Coin-Coverage: Anzahl unterstützter Coins ist nicht öffentlich ausgewiesen (k.A.). Im Standard-Setup decken die gängigen Coins (BTC, ETH, Stablecoins, Top-100-Altcoins) sicher ab; bei exotischen Memecoins lohnt eine Testphase im Free-Tier.

DeFi/NFT: volle Unterstützung für Staking, Lending, LPs, NFTs und Derivate. Die Auto-Klassifizierung ist solide, erreicht aber nicht die Tiefe von Summ. Der Premium-Hebel liegt eher in der menschlichen Review als in der reinen Automatisierung.

Steueroptimierung: FIFO/LIFO-Vergleich und Holding-Period-Alerts sind vorhanden, Loss-Harvesting-Vorschläge und What-if-Simulator fehlen aktuell. Wer aktive Steueroptimierung will, ist mit Blockpit Plus oder Koinly besser bedient.

DAC8-Readiness: EU-basiert, GDPR-konform. Tax-Reports orientieren sich an lokalen Finanzamt-Vorgaben; konkrete CARF-/DAC8-Vermarktung als Reporting-Provider gibt es nicht.

Für wen geeignet?

Klar empfehlenswert für vermögende deutsche HODLer und Investoren, die sich eine menschliche Experten-Prüfung ihrer Krypto-Steuer wünschen — das Peace-of-Mind-Tier (699 €) oder Full Service (899 €) liefern hier echten Mehrwert. Auch für Skandinavier mit DE-Bezug ist das Tool eine konsistente Wahl.

Weniger geeignet für preissensitive Erstnutzer (399 € sind viel für einen Standardfall), für österreichische und Schweizer Investoren (keine nativen Formulare) und für DeFi-Power-User, die maximale Automatisierung statt Concierge-Service suchen. Ein systematischer Side-by-Side ist im Vergleich verfügbar; für die Einordnung deines eigenen Steuerfalls hilft der Steuerrechner.

FAQ

Lohnt sich Divly trotz des hohen Preises?
Das hängt vom Use-Case ab. Wer einen sehr großen, komplexen Krypto-Bestand hat und sich vor der Abgabe einen menschlichen Steuerexperten-Blick wünscht, bekommt mit Peace of Mind (699 €) oder Full Service (899 €) ein im Markt einzigartiges Concierge-Paket. Für einen Standard-HODLer mit überschaubarem Portfolio ist 399 € deutlich überdimensioniert — hier reichen Blockpit (49-149 €) oder Koinly (49-99 USD).
Funktioniert Divly für österreichische Steuererklärungen?
Nein, nicht sinnvoll. Divly liefert keinen E1-KV-Export, der österreichische Sondertarif von 27,5 % nach §27b EStG ist nicht nativ implementiert. Auch die separate Behandlung von Altbeständen vor dem 01.03.2021 fehlt. Für österreichische Nutzer ist Blockpit die naheliegende Wahl, alternativ CoinTracking.
Was bringt die Experten-Review konkret?
In den Tiers Peace of Mind und Full Service prüft ein menschlicher Steuerexperte deine importierten Transaktionen manuell und erstellt einen Issue-Report mit potenziellen Problemstellen — z. B. doppelte Imports, fehlende Cost-Basis, unklare DeFi-Klassifizierungen. Full Service umfasst zusätzlich eine 1-on-1 Video-Konsultation und Unterstützung bei der Einreichung. Das ersetzt keinen Steuerberater bei komplexen Fragen, reicht aber für Standardfälle als Absicherung.

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